Zum alten Kelterhaus

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

 

LAZY SUNDAY AFTERNOON

So., 10.02.2019

16 Uhr


KAHNE & KATZMANN

KAHNE KATZMANN | Album "I see signs“

“Go after what you really love and find a way to make that work for you, and then you’ll be a happy person.”

(Tom Petty)

 

Das Magische an einem guten Zaubertrick ist nicht die Frage „Ist die Kugel wirklich verschwunden?“, wir wissen, dass sie das nicht ist. Das Zauberhafte ist die Illusion, die unglaubliche Leichtigkeit, die in der Kunstfertigkeit des Magiers steckt, die Frage „Wie hat der das bloß gemacht..?!“, die uns staunend und verzaubert zurücklässt.

Und genau so ergeht es einem beim Hören/ Erleben des neuen Kahne-Katzmann Albums „I see signs“.

Das ist kein Zufall: Das Singer-Songwriter Duo ist aufgrund seiner Besetzung ein Garant für den akustischen Wow-Effekt.

Nosie Katzmann, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Hauptverantwortlicher für die Texte auf „I see signs“ ist in seinem Metier, dem Songwriting, eine Legende. Er bestückte die Charts der 90er fast schon im Alleingang mit Hits. Aus seiner Feder stammen Chartstürmer wie „Right in the Night“, „Mr. Vain“, „More and More“ und viele andere – teilweise hatte er weltweit bis zu zwölf Titel gleichzeitig in den Spitzenpositionen der Charts.

In Stefan Kahne hat er einen würdigen Counterpart gefunden. Der erfahrene und vielseitige Gitarrist ist ein Profi mit Seele. Diese wunderbare Ergänzung verleiht ihren Songs den speziellen Zauber.

Die Songs sind, wie bereits bei ihrem Debutalbum „Honey and Sugar“, aus einem Guss. Sie folgen einer inneren Logik, sind mehr gewachsen als konstruiert. Beim genauen Hinhören merkt man, dass im neuen Album mehr als das spontane Genie des Erstlings aufgefahren wird: Hier wurde komplexer arrangiert, musikalisch und auch textlich ausgearbeitet. Das verleiht den Songs, bei aller Beschwingtheit, eine wohltuende Substanz.

Für „I See Signs“ wird in Kai Soffel ein ganz neuer Produzent gefunden. Er steht für moderne Sounds und ein zeitgemäßes akustisches Gewand. Mit Stefan Brod an den Drums, Wolfy Ziegler am Bass und Markus Metz für die Backing-Chöre sind die passenden Musiker für das Album gefunden.

Schon der Opener „Tom Petty“ saugt einen in eine Klangwelt, die zugleich dicht und detailreich ist, aber auch simpel, natürlich und lebendig; der reife Vorwärtsdrang des Songs nimmt einen mit und man folgt gern. Inhaltlich bringt er auf den Punkt, worum es Kahne und Katzmann in ihrer Musik geht: sich auf die Suche nach sich begeben, um etwas möglichst Echtes und Direktes zu finden – keine Kopie sein, sondern man selbst.

Diesen wahren Kern des Duos, findet man vielleicht am besten zusammengefasst in einem Musikinstrument: der 12-saitigen E-Gitarre. Ihr sattes, sonniges Schimmern verleiht den Songs genau das Lebensfrohe und heiter Schöne, das den positiven Grundton des Albums ausmacht. Aber ebenso, wie inhaltlich nicht nur an einer fröhlichen Oberfläche herumpoliert wird, sondern verschiedenste Facetten des Daseins beleuchtet werden, kommen auch ganz unterschiedliche Gitarren zum Einsatz.

Wehmütigere Westerngitarre, starke halbelektrische oder gefangen nehmende Akustikgitarre sind auf diesem, ja: gitarrenlastigen Album zu finden, und betonen die Vielfalt und den changierenden Charakter der Songs. Da gibt es rockigere Stücke, wie eben den Opener „Tom Petty“ oder „Pam“, das mit seiner prägnanten Gitarre an den 70er-Jahre-Rock der Beach Boys erinnert und von einer Liebe handelt, die nur deswegen perfekt sein kann, weil sie nie real gelebt wird. Oder das schon fast an die Foo Fighters gemahnende „Rocket“, mit dem Katzmann einen speziellen Gruß an alle Konzertbesucher sendet, die während eines Gigs lautstark quatschen, statt der Musik zuzuhören. („Gimme a rocket so I can send them straight to the moon.“) Es gibt aber auch die verträumten Balladen, die, wie „For real“, mal einfach wunderschön und romantisch daherkommen. Oder auch mal betörend melancholisch, wie der Midtempo-Track „Another Sunday Afternoon“, der einem entfremdeten Paar durch einen regnerischen Sonntag folgt, und das bei aller Schwermut doch so liebenswürdig, dass man die beiden gern zu einer Tasse Tee einladen und ihnen alles Gute wünschen möchte.

Das Album schließt mit dem getragenen, zum Teil sphärischen „Gone“, das mit seinen surrealistischen Akkorden noch einmal zeigt, wie hoch die Latte hier musikalisch gehängt ist – eingängig und auf simple Weise schön.

Gesang und Gitarre dieses Singer-Songwriter-Duos erfinden nicht das Genre neu, aber sie finden, was sie gesucht haben: einen ganz eigenen Sound, der überzeugt, weil er echt und authentisch ist, und ganz nah dran an dem, was wirklich bewegt.

„I see signs“ ist eins der raren Alben, die aus der Box genauso gut funktionieren wie ein Live-Auftritt, und das in seiner unaufdringlichen, aber nie banalen Art sofort Lust aufs Nochmal-Hören weckt. Wie haben die das bloß gemacht..?!

https://www.kahnekatzmann.de/

 

ZAK - Gastronomie-Beginn am Sonn-/ und Feiertag: 12 Uhr

ZAK - Live-Musik "Lazy-Sunday-Afternoon" Beginn: 16 Uhr


EINTRITT FREI

Ihre großzügige Spende direkt an & für die Musiker wird sehr gerne angenommen *

 

ZAK

Zum Alten Kelterhaus - Außerhalb 7 - 67577 Alsheim - Bitte um Reservierung unter Tele: 06249-5702

> Platzreservierungen im Gewölbekeller nehmen wir gerne für Sie an.

> Kommen Sie bitte frühzeitig, denn um 15:45 Uhr verfällt Ihre Reservierung

... und ein anderer Gast freut sich über den dann freien Platz!)